Name: Mopik
Rasse: Mischling
Geboren: ca.2017
Geschlecht: männlich/kastriert
Gewicht / Größe: 9kg / 37cm
 
 
Mopiks Leben in Polen war kein Zuckerschlecken.Er kam ins Tierheim mit einem krummen Vorderbein und mit dem Hinterbein konnte er nicht auftreten. Wenn man sich sein trauriges Gesicht ansah, die krummen Vorderpfoten und das beschädigte Hinterbein konnte man schon erahnen was für einen Besitzer Mopik hatte. Die tierärztlichen Untersuchungen ergaben, das Mopik vorne einen alten Bruch hatte der etwas schief zusammen gewachsen ist. Das beeinträchtigt ihn aber gar nicht. Das muss auch nicht mehr operiert werden. Mopiks Hinterbein wird Anfang Oktober nochmal operiert und dann kann er auch wieder gut laufen. Dann ist der kleine liebe Mann startklar für ein neues Leben.
 
 
Update der Pflegestelle am 22.09.2021
 
Mopik „Moppi“ ist nun seit 4 Tagen bei mir in Pflege, nach dieser Zeit lässt sich schon Einiges über ihn sagen: ein grundliegend lieber Geselle ohne schlechte Absichten, der sich eigentlich nur nach einem warmen Körbchen, Ruhe und Streicheleinheiten sehnt.Er scheint keine schöne Vergangenheit gehabt zu haben und schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht zu haben.
 
Wenn „Moppi“ in einer Situation überfordert ist, sucht er die Nähe seines Menschen und versteckt sich bei diesem. Besonders auffällig ist dies, wenn er mit fremden Personen konfrontiert wird. Er ist Menschen gegenüber (egal ob Kind, Erwachsen, Mann oder Frau) erstmal äußerst ängstlich und skeptisch, aber nicht böse oder desinteressiert, ich würde dies eher als eine natürliche Schutzreaktion deuten, die aus seiner Vergangenheit resultiert. Mit Frauen scheint er dann aber schneller warm zu werden als mit Männern und Kindern. Bei Kindern verunsichert ihn das Lebhafte, das Spontane, das Rumgehopse, weil er es einfach nicht zu kennen scheint.
 
Wenn fremde Menschen versuchen sich ihm langsam anzunähern und ihn zum Beispiel mit Futter zu locken ist er bei Frauen viel schneller an der Hand als bei Männern oder Kindern, zieht dann aber wieder zurück und beobachtet lieber. Von meiner Mutter ließ er sich z.B. nach zwei Stunden kennenlernen schon völlig entspannt streicheln, während er am dösen war.
 
Hat er einen Platz, eine Wohnung oder ein Büro als sein Revier anerkannt, zögert er nicht davor „Eindringlinge“ zu verbellen und sich mit Drohgebährden gefährlicher zu machen als er ist. Hat er einen Menschen als seinen Chef anerkannt, lässt er sich aber in solchen Situationen auch maßregeln und gibt sich dann.
 
Grundliegend mag er keine lauten, plötzlichen Geräusche (wie heranfahrende getunte Autos, Mofas, Baustellengeräusche… Staubsauger findet er scheisse) - an laute Stimmen im Haus hat er sich aber schnell gewohnt. Es macht ihm nichts aus, wenn um ihn herum gewuselt, laut gelacht oder diskutiert wird, wenn er sich das in Ruhe von seinem Platz aus ansehen kann und er nicht involviert wird.
Die Unsicherheit ist entsprechend draußen am größten, wenn er außer hinter den Beinen von Herrchen oder Frauchen keinen Fluchtort hat.
 
Es behagt ihm nicht, wenn jemand hinter ihm geht. Hört er auf einem Spaziergang Stimmen -selbst weit- hinter sich, hinter einer Kurve oder auf einem Parallelweg dreht er den Kopf unsicher hin und her. Auch in dieser Situation wieder scheint er einfach Angst vor Menschen zu haben, die ihm etwas Böses wollen.
 
Mopik musste die vorherige Pflegestelle verlassen, weil er operiert werden muss. Er hat ihn den vier Monaten, die er in Deutschland ist noch keine Kommandos gelernt. Sitz, Platz… ist ihm unbekannt. Aber dumm ist er nicht, nach 4 Tagen versteht er schon „Komm“, „Runter“ (wenn er auf die Couch will) und „Decke“, mit Futter ist bei ihm viel machbar. An „Ruhe“ (wenn er Menschen im Büro verbellt) arbeiten wir noch